FAQ - Häufig gestellte Fragen  
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Was bedeuten die Flaggen der Formel 1?

Grüne Flagge
Signalisiert wieder freie Fahrt. Diese Flagge wird am Rennbeginn oder am Ende einer Gefahrenzone (gelbe Flagge) gezeigt und bedeutet, dass wieder überholt werden darf.
Gelbe Flagge
Wird die Flagge stillgehalten: Achtung, Gefahr neben der Strecke. Linie bewahren, keine Risiken eingehen, Überholverbot
Wird die Flagge geschwenkt: Gefahr auf der Piste. Tempo verlangsamen und bereit halten für ein Ausweichmanöver, Überholverbot.
Wir die Flagge doppelt geschwenkt: Achtung große Gefahr - Strecke teilweise oder ganz blockiert. Tempo deutlich reduzieren und bereit halten zum Stoppen!
Blaue Flagge
Wird sie stillgehalten: Ein schnelleres Fahrzeug nähert sich von hinten, diesem ist die Vorbeifahrt zu ermöglichen.
Wird die Flagge geschwenkt: Ein schnelleres Fahrzeug setzt zum Überholen (Überrunden) an. Es ist sofort vorbei zu lassen. Wenn die blauen Flaggen dreimal missachtet werden, wird eine Durchfahrtsstrafe (Drive-Through-Penalty) verhängt.
Rote Flagge
Wird sie gezeigt, ist das Rennen beziehungsweise Qualifying mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Alle Teilnehmer müssen ihr Tempo verlangsamen und an die Box zurückkehren.

Weiße Flagge
Informiert den Fahrer darüber, dass sich vor ihm ein deutlich langsameres Fahrzeug befindet.
Gelb-Rot gestreifte Flagge
Still gehalten: bedeutet dieses Signal, dass sich Öl auf der Fahrbahn befindet.
Wird sie geschwenkt, ist die Fahrbahn sehr rutschig.
Zeigen die Streckenposten dabei mit dem Finger auch noch zum Himmel, dann bedeutet dies: Überraschend einsetzender Regen. Vorsicht, große Gefahr!
Schwarze Weiss-Karierte-Flagge
Das Training, Qualifying oder Rennen ist beendet.

Schwarz-Oranger Punkt Flagge
In Verbindung mit der Startnummer signalisiert diese Fahne, dass vom Fahrzeug des betroffenen Teilnehmers eine unmittelbare Gefahr ausgeht. Das Erscheinen an der Box ist in der nächsten Runde Pflicht. Erst wenn die Gefahr beseitigt wurde, darf das Rennen fortgesetzt werden.
Schwarz-Weiße Flagge
Wird in Verbindung mit einer Startnummer angezeigt, und ist eine Verwarnung, wegen unsportlichem Verhalten. Schwarze Flagge droht. (In der Formel 1 sehr unüblich.)
Schwarze Flagge
Diese wird auch in Verbindung mit einer Startnummer gezeigt und bedeutet, dass der betroffene Fahrer sofort an die Box fahren muss. Disqualifikation!

 
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Die Reifen der Formel1 Saison 2013.

Slicks für trockenen Asphalt. (dry)

Das besondere Merkmal von Trockenreifen, meist Slicks genannt, ist die profilfreie Lauffläche. Es gibt sie in den vier Mischungen Supersoft, Soft, Medium und Hard. Die einzelnen Mischungen sind exakt auf die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Rennstrecken hinsichtlich Streckencharakteristik und Klima abgestimmt. In Absprache mit der FIA nominiert Pirelli für jedes Rennen zwei Mischungen, die am besten für die jeweilige Strecke und die zu erwartenden Temperaturen geeignet sind.
Super Soft (dry) - sehr weich
Die weichsten aller Reifen sollen schnell auf Temperatur kommen und umgehend einen optimalen Grip garantieren. Seine Stärken kommen besonders auf den langsameren und kurvenreichen Rennstrecken zum Tragen. Sie bauen jedoch sehr schnell ab.

Der Reifen ist rot gekennzeichnet.
Soft (dry) - weich
Laut Hersteller sind die soften Reifen nur eine halbe Sekunde langsamer als die supersoften. Er ist bei vielen unterschiedlichen Bedingungen die erste Wahl. (Im Vergleich zum Vorjahresmodell sollen sie weicher sein.)

Der Reifen ist gelb gekennzeichnet.
Medium (dry) - mittel
Durch seine relativ niedrige optimale Betriebstemperatur ist er perfekt für weniger anspruchsvolle Rennstrecken und niedrige Temperaturen geeignet. Er soll um 0,8 Sekunden pro Runde schneller sein als der harte Reifen.

Der Reifen ist weiß gekennzeichnet.
Hard (dry) - hart
Der haltbarste Reifen mit dem geringsten Abbau. Der Reifen braucht länger als alle anderen, um auf Ideal-Temperatur zu kommen. Er ist bestens für Rennstrecken mit Abrieb-intensiven Belägen, starken Fliehkräften und hohen Außentemperaturen geeignet.

Der Reifen ist orange gekennzeichnet (Vorjahr silber).

Regenreifen (wet)

Reifen für feuchte oder nasse Streckenverhältnisse haben im Gegensatz zu Slicks eine profilierte Lauffläche. Man unterscheidet zwischen zwei Typen, den richtigen Regenreifen und den Intermediates. Erstere sind leicht an den ausgeprägten, tiefen Rillen im Profil erkennbar, die Wasser effektiv ableiten und selbst bei starkem Regen höchste Geschwindigkeiten ermöglichen. Intermediates mit ihrem geringeren Profil kommen bei feuchtem Asphalt zum Einsatz - oder wenn der Regen langsam schwächer wird.
Intermediate (wet) - leichter Regen
Werden bei leichtem Regen und feuchter Strecke aufgezogen. Verdrängt bei Höchstgeschwindigkeit in der Sekunde 20 Liter.

Der Reifen ist grün gekennzeichnet.
Rain (wet) - Regen
Regenreifen werden bei stärkerem Regen aufgezogen. Wasserverdrängung in der Sekunde: 60 Liter. Regnet es stärker muss das Rennen unterbrochen werden.

Der Reifen ist blau gekennzeichnet.

 
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Stand 2007

Anzahl der Grands Prix
Die Formel-1-Weltmeisterschaft besteht aus mindestens acht und maximal 17 Grands Prix.

Zeitplan (Ortszeiten)
Freitag:
10:00-11:30 Uhr – 1. Freies Training
14:00-15:30 Uhr – 2. Freies Training

Samstag:
11:00-12:00 Uhr – 3. Freies Training
ab 14:00 Uhr – Qualifying

Sonntag:
ab 14:00 Uhr – Rennen

Alle Zeiten sind Ortszeiten.
Die Startzeit des Rennens weichen in manchen Ländern ab.

Renndistanz
Für einen Grand Prix wird auf jeder Strecke die geringstmögliche Rundenzahl bemessen, die eine Distanz von 305 Kilometern überschreitet. Für Monaco wird wegen der geringen Durchschnittsgeschwindigkeit eine Ausnahme gemacht. Die maximale Renndauer beträgt zwei Stunden.

Bewerbung
Neue Team-Bewerber müssen eine Garantiesumme von 48 Millionen Dollar hinterlegen. Die Summe wird inklusive Zinsen in zwölf gleichen Monatsraten ab der ersten Teilnahme zurückgezahlt. Tritt der Bewerber nicht an, verfällt die Summe. Tritt er ein Jahr später an als angekündigt, werden zwölf Millionen Dollar eingezogen und lediglich die Restsumme zurückgezahlt.

Fahrertausch
Während der Saison darf jedes Team vier Fahrer einsetzen. Fälle "höherer Gewalt" zählen nicht dazu.

Teststrecken
Als Teststrecken sind alle Rennstrecken mit entsprechender Formel-1-Lizenz zugelassen.

Tests am Rennwochenende
Während des 1. und 2. Freien Trainings dürfen 2007 erstmals alle Teams einen dritten Fahrer einsetzen. Allerdings dürfen pro Team nur zwei Autos an den Trainings teilnehmen, so dass jeder Einsatz eines Testfahrers auf Kosten der Stammpiloten gehen würde.

Testverbot
Eine Testpause im Sommer oder Winter sowie eine Limitierung von Testfahrten machen die Teams freiwillig unter sich aus. Die FIA reglementiert die Testfahrten nicht.

Fahrzeuggewicht
Ein Formel-1-Wagen muss inklusive Fahrer, Öl und Bremsflüssigkeit zu jedem Zeitpunkt auf der Strecke mindestens 605 Kilogramm wiegen, nach dem Rennen 600 Kilogramm. Ausnahmen werden beim Verlust von Fahrzeugteilen gemacht, die durch einen Unfall oder technischen Defekt verursacht worden sind.

Reifen
Jeder Fahrer darf pro Grand Prix maximal 14 Trocken-, vier Regen- und drei Extremregenreifensätze verwenden. Bei den Trockenreifen sind für den ersten Trainingstag von jedem Team acht Reifensätze unterschiedlicher Mischungen auszuwählen, wobei maximal zwei pro Fahrer von der gleichen Spezifikation sein dürfen. Am Ende des ersten Trainingstages müssen diese Reifen zurückgegeben werden.

Jeder Fahrer bekommt anschließend zehn Reifensätze zur für den Rest des Wochenendes zur Verfügung gestellt, fünf von jeder Reifenmischung. Von diesen fünf Sätzen muss vor Beginn des Qualifyings ein weiterer zurückgegeben werden. Regen- oder Extremregenreifen sind nur noch erlaubt, wenn die Strecke von der Rennleitung für nass erklärt wird.

Sollte ein Fahrer im Rennen keine Regen- oder Extremregenreifen verwenden, ist er dazu gezwungen, von beiden Trockenspezifikationen zumindest je einen Satz zu verwenden.

Sind zwei Reifenlieferanten in der Formel 1 aktiv, muss jeder von ihnen in der Lage sein, bei Bedarf 60 Prozent des Feldes auszurüsten. Bei drei Herstellern sind es mindestens 40 Prozent.

Startaufstellung
Die Autos stehen nach den gefahrenen Zeiten in der Qualifikation gestaffelt im Acht-Meter-Abstand versetzt zueinander.

Qualifying
Das Qualifying beginnt am Samstag um 14:00 Uhr Ortszeit und läuft wie folgt ab: In den ersten 15 Minuten dürfen alle Autos auf die Strecke gehen. Am Ende dieser ersten Viertelstunde dürfen die sechs langsamsten Fahrer nicht weiter an der Qualifikation teilnehmen. Diese Autos nehmen die letzten sechs Startpositionen (17-22) in der Reihenfolge ihrer gefahrenen Zeiten ein, wobei der schnellste Pilot die 17. Startposition zugewiesen bekommt.

Die bisherigen Bestzeiten der verbleibenden 16 Autos werden für die folgende Einheit gestrichen. Am Ende der zweiten 15-Minuten-Sessions scheiden erneut die sechs Langsamsten aus und werden von der dritten Session ausgeschlossen. Diese Autos bilden die Startpositionen 11-16, der Schnellste nimmt den elften Rang ein, der Langsamste den 16. Platz.

Die verbleibenden zehn Autos gehen erneut mit zurückgesetzten Zeiten in den letzten Qualifying-Abschnitt. Die Fahrer haben 15 Minuten Zeit, die Top-10-Startplatzierungen unter sich auszumachen. Der Schnellste gewinnt die Pole Position.

Benzin kann zu jedem Zeitpunkt der ersten 2x15 Minuten des Qualifyings hinzugefüllt werden. Jene Autos, die in den ersten beiden Qualifying-Einheiten ausscheiden, dürfen bis zur Öffnung der Boxengasse am Sonntag vor dem Rennen betankt werden.

Die Teams, die an den letzten 15 Minuten der Qualifikation teilnehmen, müssen vor dem letzten Qualifying-Abschnitt jene Benzinmenge einfüllen, mit der sie ins Rennen gehen wollen. Im Qualifying in der letzten Einheit verbrauchtes Benzin kann vor dem Start des Rennens nachgefüllt werden, dies gilt jedoch nur für gefahrene Runden, deren Rundenzeiten maximal um zehn Prozent langsamer waren als die persönlich schnellste Runde des jeweiligen Fahrers.

Motorwechsel
Motoren dürfen nur alle zwei Rennwochenenden gewechselt werden. Erfolgt ein außerplanmäßiger Wechsel, so wird der Fahrer je zusätzlichem Motorwechsel in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt. Ausnahme: Kommt es während dem Rennen (ab dem Start bis zum Überqueren der Ziellinie) zu einem Motorschaden, kann der Motor nach dem Rennen ohne Strafe gewechselt werden. Muss ein Fahrer nach dem Qualifying und vor dem Rennen einen Motor wechseln, wird der betreffende Pilot nicht um zehn Plätze sondern ganz an das Ende des Starterfeldes strafversetzt. Ist dies bei mehreren Fahrern der Fall, werden die letzten Startplätze nach der Startnummer vergeben, wobei Fahrer mit der niedrigeren Startnummer vorne stehen.

Rundenbegrenzung
Es gibt weder im Freien Training noch im Qualifying eine Rundenbegrenzung.

Parc-Fermé-Regel
Die Autos befinden sich von dem Moment an, an dem sie sich im Qualifying das erste Mal auf die Strecke begeben, bis zum Start des Rennens unter Parc-Fermé-Bedingungen, es darf also nicht mehr am Auto gearbeitet werden. Nicht hiervon betroffen sind Reifenwechsel und Tanken wie unter "Qualifying" beschrieben. Im Parc Fermé darf an den Autos nicht mehr gearbeitet werden. Lediglich Reparaturen dürfen nach Erlaubnis der Rennleitung durchgeführt werden, die Elektronik darf umprogrammiert werden und der Frontflügel verstellt werden.

Start
30 Minuten vor dem Start wird die Boxengasse geöffnet. Die Fahrer haben 15 Minuten Zeit, um ihre Startplätze einzunehmen. Wer das Zeitlimit überschreitet, muss das Rennen hinter dem Feld aus der Boxengasse aufnehmen.

Bis fünf Minuten vor dem Start müssen die Reifen aufgezogen sein. Eine Minute vor dem Start werden die Motoren angelassen.

Beim 30-Sekunden-Signal setzt sich das Feld zur Formationsrunde in Bewegung. Während der Formationsrunde ist Überholen verboten. Einzige Ausnahme: Fährt ein Fahrer mit Verzögerung beim Vorstart los und wurde nicht vom gesamten Feld überholt, darf er seine ursprüngliche Startposition wieder einnehmen. Andernfalls muss der Fahrer vom letzten Startplatz starten. Das gleiche gilt für Fahrer, die einen Startabbruch provoziert haben.

Nach jedem Startabbruch erfolgt fünf Minuten später der Neustart. Das Rennen wird wegen der zusätzlichen Formationsrunde um eine Runde verkürzt. Im Fall von schwerem Regen ist es möglich, das Rennen hinter dem Safety-Car zu starten.

Bei einem normalen Start gehen, sobald das letzte Fahrzeug in der Startaufstellung steht, nacheinander die fünf Lampen der Startampel im Sekundentakt an. Startsignal ist, wenn alle Lampen erlöschen. Signalisiert ein Fahrer im Feld Probleme, wird die Startprozedur unterbrochen. Dies wird durch gelbe Flaggen an der Boxenmauer und ein Blinklicht auf der Startampel angezeigt.

Safety-Car
Wenn der Rennleiter das Safety-Car auf die Strecke schickt, wird dies rund um den Kurs mit "SC"-Zeichen signalisiert. Das Safety-Car setzt sich vor das führende Auto. Fahrzeuge, die gegebenenfalls zwischen dem Safety-Car und dem Führenden liegen, werden vorbeigewinkt und können hinten ans Feld aufschließen. Die Boxengasse darf nicht angesteuert werden, bis alle Autos in einer Schlange hinter dem Safety-Car sind.

Sollten sich zwischen die Reihenfolge laut Klassement überrundete Fahrzeuge hineindrängen, so müssen sich diese zurückfallen lassen. Sprich: Direkt hinter dem Safety-Car folgen alle Autos, die in der gleichen Runde wie der Führende sind, dahinter dann jene, die eine Runde Rückstand haben, dann zwei Runden und so weiter.

Das Safety-Car kann, um beispielsweise eine Gefahrenzone auf der Start- und Zielgeraden zu umgehen, auch durch die Boxengasse fahren. Auch in diesem Fall müssen die Fahrzeuge dem Safety-Car folgen. Ein Anhalten vor der eigenen Box ist jedoch ausdrücklich gestattet.

Eine Runde bevor das Safety-Car wieder in die Boxengasse einschert wird als Signal für die Piloten das Warnlicht ausgeschaltet.

Rennabbruch
Wird das Rennen in den ersten zwei Runden abgebrochen, erfolgt ein Neustart. Sind zwischen zwei Runden und 75 Prozent der Renndistanz gefahren, wird das Rennen neu gestartet. Der zweite Start erfolgt dann unter Safety-Car-Regeln: Die Autos starten in der Reihenfolge des Abbruchs des ersten Rennens; die Zeitrückstände werden nicht berücksichtigt, es sei denn, sie betragen mehr als eine Runde.

Sollte ein Neustart nicht möglich sein, werden halbe Punkte vergeben. Bei einem Abbruch nach mehr als 75 Prozent der Gesamtdistanz wird die volle Punktzahl vergeben.

Wertung bei Ausfall eines Fahrers
Hat ein Fahrer zum Zeitpunkt seines Ausfalls mindestens 90 Prozent der Renndistanz absolviert, wird er gewertet.

Zeitstrafen
Die Rennleitung hat die Möglichkeit, einen Fahrer für ein Vergehen auf drei Arten zu bestrafen: Eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse, bei der nicht vor der eigenen Box gehalten werden darf, eine Zehn-Sekunden-Strafe, bei der der Fahrer vor seiner Box zehn Sekunden lang stehen muss, oder eine Rückversetzung um zehn Startplätze beim nächsten Rennen. Eine Strafe ist innerhalb von drei Runden nach Bekanntmachunge anzutreten. Sollte eine der esten beiden Strafen in den letzten fünf Runden eines Rennens oder erst nach dem Rennen ausgesprochen werden, so werden auf die Gesamtzeit des Fahrers 25 Sekunden als Strafe addiert.

Geschwindigkeitsbegrenzung
Das Geschwindigkeitslimit in der Boxengasse im Qualifying und Rennen beträgt seit der Saison 2004 100 Stundenkilometer. Sollte eine Strecke eine besonders enge Boxengasse haben, so kann das Geschwindigkeitslimit jedoch gesenkt werden. Dies wird zum Beispiel in Monaco notwendig sein. Zuwiderhandlung wird im Rennen mit Zehn-Sekunden-Zeitstrafen geahndet, im Training mit Geldstrafen - 250 US-Dollar pro km/h.
 
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Stand 2007

Motor
In der Formel-1-Weltmeisterschaft sind Viertaktmotoren mit maximal 2,4 Litern Hubraum, acht Zylindern und höchstens fünf Ventilen pro Zylinder zugelassen. Turbinen, Wankelmotoren oder Aufladung sind verboten. Es wird ein Mindestgewicht von 95 Kilogramm vorgeschrieben. Ebenfalls festgelegt ist der Schwerpunkt des Motors. Untersagt sind weiterhin variable Auspufflängen und Lufteinlässe, ovale Kolben und Energiespeicher, die den Motor in seiner Arbeit unterstützen. Ein Motor muss zwei ganze Rennwochenenden lang halten. Reparatur-Arbeiten an Zusatzaggregaten des Motors, wie der Ölpumpe, sind erlaubt. Ein Motorwechsel wird mit dem Zurückversetzen des Fahrers in der Startaufstellung um zehn Plätze bestraft.

Motorsteuerung
Formel-1-Motoren verfügen über ein "Anti-Stall-Programm", um das Abwürgen des Motors bei einem Dreher zu verhindern. Es muss so programmiert sein, dass der Motor nach spätestens zehn Sekunden abgestellt wird, sollte der Fahrer in dieser Zeit nicht wieder in den Fahrmodus zurückgewechselt haben.

Elektronik
Die elektronische Fahrhilfe Traktionskontrolle ist erlaubt. Automatikgetriebe und die Launch-Control sind verboten. ABS oder elektrontische Stabilitätsprogramme sind weiterhin nicht gestattet.

Tank
Der Tank darf maximal 40 Zentimeter über die Mittellinie des Fahrzeugs hinausragen und muss in einem Stück zwischen Fahrersitz und Motor liegen.

Kraftstoff
Die Formel-1-Boliden müssen mit von der Tankstelle bekanntem Super-Plus-Benzin fahren. Weitere Zusätze sind nur sehr begrenzt gestattet.

Antrieb
Erlaubt sind maximal zwei angetriebene Räder. Ein Rückwärtsgang ist Vorschrift. Die Anzahl der Gänge kann von vier bis sieben variieren.

Aufhängungen
Es sind ausschließlich gefederte Aufhängungen zugelassen. Die Geometrie der Aufhängung darf während der Fahrt nicht verändert werden. Die Radträger werden mit einem bis zu einer Kraft von acht Tonnen reißfesten Kevlarseil am Chassis befestigt. Aktive Aufhängungen sind verboten.

Bremsen
Mindestens zwei getrennte, voneinander unabhängige Bremskreisläufe, die über ein Pedal angesprochen werden, sind vorgeschrieben. Ein Kreislauf muss die Vorder-, der andere die Hinterräder bedienen.
Die Bremssättel müssen aus Aluminium gefertigt sein. Pro Rad ist je ein Bremssattel mit maximal sechs Kolben und zwei Belägen erlaubt.

Die maximale Dicke der Bremsscheiben beträgt 28 Millimeter, der maximale Durchmesser 278 Millimeter. Während des Bremsvorgangs darf die Bremskraftverteilung nicht verändert werden.

Räder/Reifen
- Dimensionen
Für die Hinterräder beträgt die minimale Breite 365 Millimeter, die maximale Breite 380 Millimeter. Für die Vorderräder gelten eine minimale Breite von 305 Millimetern und eine maximale Breite von 355 Millimetern. Der maximale Raddurchmesser ist mit 660 Millimeter für Trockenreifen und 670 Millimeter für Regenreifen festgeschrieben.

- Rillenreifen
Vorder- und Hinterreifen müssen je vier Rillen in Längsrichtung aufweisen. Die Rillen müssen mindestens 14 Millimeter breit, 2,5 Millimeter tief und auf der Lauffläche symmetrisch angeordnet sein. Zwischen den Rillen müssen mindestens 50 Millimeter liegen. Die Breite der Lauffläche an den Vorderrädern darf 270 Millimeter nicht überschreiten. Alle Messungen werden bei einem Reifendruck von 20 PSI vorgenommen.

- Radsicherung
Jeder Radträger wird mit zwei Kabeln gesichert. Die Befestigung muss Kräften von zehn Tonnen pro Kabel, 20 Tonnen pro Rad standhalten.

Cockpit
Aus Sicherheitsgründen muss das Cockpit so dimensioniert sein, dass der Fahrer es innerhalb von fünf Sekunden verlassen kann. Die maximal erlaubte Zeitspanne zum Verlassen des Cockpits und Aufstecken des Lenkrades beträgt zehn Sekunden. Die Dicke des Kopf- und Nackenschutzes muss 75 Millimeter betragen. Die Länge des Cockpits beträgt 850 Millimeter. Der vordere Fußraum muss ausgepolstert sein. Die Mindestdicke beträgt 25 Millimeter.

Chassis
Für die Dicke der Chassiswände sind mindestens 3,5 Millimeter vor­geschrieben. Davon entfallen 2,5 Millimeter auf einen aus Kevlar gefertigten Mantel. Die maximale Breite des Autos beträgt 180 Zentimeter. Zwischen den Achsen darf die Chassisbreite 140 Zentimeter nicht übersteigen, das Gleiche gilt für den Frontflügel. Die maximale Breite des Heckflügels ist 100 Zentimeter. Die maximale Höhe des Autos beträgt 95 Zentimeter, gemessen vom tiefsten Punkt des Fahrzeugs beziehungsweise dessen Referenzebene.

Alle Teile des Unterbodens, die weiter als 25 Zentimeter von der gedachten Mittellinie des Autos entfernt sind, gemessen von einem Punkt 33 Zentimeter hinter der Vorderachse bis zum hintersten Teil des Fahrzeugs, müssen mindestens fünf Zentimeter oberhalb der Referenzebene liegen (Stufe im Unterboden). Die maximale Höhe des Heckflügels beträgt 80 Zentimeter, gemessen von der Referenzebene. Für die Saison 2005 wurde die Verwendung von Zusatzflügeln vor den Hinterrädern stark eingeschränkt. Zudem muss der Frontflügel nun mindestens 15 Zentimeter über der Referenzlinie angebracht werden (vormals 10 Zentimeter).

Flügel
Der Heckflügel darf maximal zwei Flügelelemente aufweisen. Der Frontflügel muss mindestens 100 Millimeter über der Referenzplatte liegen.

Unterboden
Die Holzplatte im Zentrum des Unterbodens muss eine Breite von 30 Zentimetern und eine Dicke von zehn Millimetern aufweisen. Die maximale Toleranz beträgt einen Millimeter.

Überhänge
In den Dimensionen 60 Zentimeter hinten und 120 Zentimeter vorn, gemessen von der Mittellinie der jeweiligen Achse, sind Karosserie-Überhänge gestattet.

Crashtests
- Dynamische
Der frontale dynamische Crashtest erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 14 Metern pro Sekunde, der seitliche mit zehn Metern pro Sekunde (2000: sieben Meter pro Sekunde) und der für die Heckpartie mit zwölf Metern pro Sekunde. Der seitliche Crash erfolgt an einem Punkt, der 500 Millimeter vor der Cockpitrückwand und 300 Millimeter über der Referenzplatte liegt. Das Gewicht des Testchassis beträgt dabei inklusive Dummy 780 Kilogramm. Die maximale Verzögerung, gemessen an der Brust des Testdummys, darf 60 g innerhalb von drei Millisekunden nicht übersteigen (bezüglich des Frontalcrashs). Die Sicherheitszelle darf bei keinem der dynamischen Tests beschädigt werden. Der Schnellverschluss des Lenkrades muss voll funktionstüchtig bleiben.

- Statische
Statische Crashtests erfolgen am Boden unterhalb des Benzintanks, an der Seite der Nasenbefestigung sowie seitlich am Chassis auf Höhe der Beine des Fahrers und des Sitzes. Außerdem wird der Überrollbügel in drei Richtungen belastet: seitlich mit fünf Tonnen, in Längsrichtung mit sechs Tonnen und vertikal mit neun Tonnen. Die Deformation darf nicht mehr als 50 Millimeter betragen.